Man measuring a wooden plank

Unser Ansatz zum „Odoo Standard“

Die Liste der Punkte und Gründe, warum dieser Schritt notwendig ist, könnte noch eine Weile fortgeführt werden. Doch muss ein Projekt wirklich so laufen? Kann man Odoo nicht einfach im Standard nutzen?

Erst der Mensch, dann die Maschine

Ob es an Odoo liegt oder an der Ausrichtung der Partner ist schwer zu sagen. Vielleicht ist es auch nur ein persönlicher Blick auf die eigene Entwicklung und auf das, was Projekte gemeinsam haben, wenn man sie übernimmt. In vielen dieser Projekte wurde ein technischer Ansatz gewählt. Vielleicht mag es auch damit zu tun haben, dass Anfragen oder Pflichtenhefte teilweise schon mit genauen Funktionsbeschreibungen aufwarten, wenn man sie erhält. Möglicherweise liegt es aber auch nur an der Reife der Partner, die sich darauf einlassen.

Wir kennen diesen Ansatz aus der Vergangenheit zur Genüge. Oft sitzen in den Workshops Entscheidungsgremien, und es werden entweder „vermeintlich“ fehlende Funktionen besprochen oder man plant Prozesse und deren Optimierungen bzw. Unterstützungen zur Steigerung der Effizienz schon zum Zeitpunkt der Einführung. Der Grund dafür ist, dass man die Prozesse aus dem Altsystem kennt, sie als Standard empfindet, und nun nach einem „besseren Altsystem-System“ sucht, das diesen Standard genauso abdeckt.[1] Dies führt oft dazu, dass Einführungen, wenn sie glücken, sehr holprig werden können, viel Support für eine „Nachheilung“ verschlingen oder eine Skalierung danach massiv erschweren.

[1] Zum Thema was Standard ist und was nicht und dass es eigentlich keinen gibt, hatten wir bereits in einem früheren Blog unsere Ansicht dargelegt

Wie die IT so tickt – oder die Frage, warum weniger mehr ist

Ob der Vergleich der Wirklichkeit entspricht oder nicht, sei mal dahin gestellt, in der Wahrnehmung wird Odoo offensichtlich gerne mit Microsoft Navision verglichen. Immerhin ist bei nahezu jeder Angebotsphase mindestens ein Navision Partner in der Bieterrunde dabei.

Was uns in Gesprächen immer wieder auffällt, sind Hinweise darauf, dass „die anderen ausgereifter erscheinen, wenn man sich die Systeme im Detail anschaut“. Dies kommt natürlich auch zum Tragen, wenn man Fragenkataloge oder Ausschreibungen bearbeitet bzw. beantwortet, in denen allein nach den Features gefragt wird. Viele Funktionen lassen sich selbstverständlich nachbauen, doch im Odoo Standard sind sie nun mal nicht vorhanden. Daher lautet die Antwort auf die Frage, ob sie denn verfügbar seien zunächst immer „nein“.

Unsere wiederkehrende Argumentation ist, dass der Standard in der Verantwortung des Herstellers liegt, damit langfristig günstiger ist und mehr Sicherheit bietet. Damit sind alle Risiken der Einführung sozusagen im Lizenzpreis inkludiert.

Bunte Archivdateien dokumentieren Dateien und Ordner

Generelle Fehler in der Stammdatenpflege

Der Odoo Prozess funktioniert sehr effizient und sehr zuverlässig, wenn die Stammdaten gut angelegt und richtig gepflegt werden. Dies betrifft hauptsächlich Produkte und Partner (Partner können als Kunden und Lieferanten gekennzeichnet werden). Produkte sind zwar deutlich komplexer zu verwalten, dennoch ist dies hier tatsächlich einfacher, denn das Berechtigungs-Konzept sieht vor, dass nur bestimmte Benutzergruppen Artikel anlegen und ändern dürfen, der Rest darf sie nur lesen. Beim Partner sieht es schon anders aus, denn im Prinzip kann und muss jeder einen Partner (hauptsächlich einen Kunden) anlegen können.

DonauCity bussinses district of Viena skyscarpers view, capital of Austria

Multi-Company / Mehr-Mandanten-Aufsatz

In Odoo ist ein Multi-Company bzw. Mehr-Mandanten-Betrieb möglich, und Odoo bringt alle Voraussetzungen dazu mit. Dazu gehören die folgenden Punkte: